Grundlagen des mykie® Prinzips

26. Februar 2025

Diese Woche möchten wir weiter auf die Grundlagen des Therapieprinzips “mykie®” eingehen.

"offene Mundhaltung - eine Haltungsschwäche"

Die offene Mundhaltung kann laut Frau Prof. Grabowski (Rostock) als Haltungsschwäche betrachtet werden. Ursache hierfür ist v.a., dass eine offene Mundhaltung immer mit einer tiefen Zungenruhelage einhergeht. Wenn der Mund offen ist, fehlt der Dondersche Unterdruck und die Zunge liegt unten in der Mundhöhle. Eine regelrechte Zungenruhelage am Gaumen stabilisiert aber Kopf und Halswirbelsäule und damit eine aufrechte Haltung.

offene Mundhaltung

Bei der offenen Mundhaltung meist kombiniert mit Mundatmung liegt eine Dysbalance der beteiligten Muskelgruppen vor: der äußere Funktionskreis ist nicht geschlossen. Durch den fehlenden Lippenschluss kann die Zunge ihre physiologische Ruhelage nicht einnehmen. Die Zunge fehlt als Wachstumsmotor für den Oberkiefer. So entstehen schmale, gotische Gaumen mit Zahnengstand und/oder Kreuzbissen.

Auflösung Rätsel

Form und Funktion Rätsel 

Welchen Einfluss hat die Einlagerung der Unterlippe auf die Zahn- und Kieferstellung?
Auflösung folgt im nächsten Newsletter

Schlussfolgerung 

Das "Lesen von Gesichtern und Zähnen" ermöglicht uns, den Zusammenhang von Form und Funktion zu erkennen bzw. zu diagnostizieren und zeitgleich zu therapieren. Es schult unseren Blick, den Patienten ganzheitlich zu betrachten und so die Zusammenhänge besser nachzuvollziehen.