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Grundlagen mykie® - 7

27. März 2025

"Kreuzbiss? Wenn Kiefer nicht wie Topf und Deckel zusammenpassen"

In unserem letzten Newsletter haben wir uns mit dem Thema der Asymmtrie befasst und bzgl. die Wichtigkeit der Diagnostik und Therapie aufgeklärt.
Eine häufige intraorale Asymmetrie stellt der Kreuzbiss dar. Topf und Deckel passen hier einfach nicht zusammen.  

einseitiger Kreuzbiss 

Der einseitige Kreuzbiss ist ein eindrückliches Beispiel, wie eng Form und Funktion miteinander verknüpft sind. Die häufigste Ursache für einen Kreuzbiss ist ein zu klein gewachsener Oberkiefer („Deckel“), der nicht zur Größe des Unterkiefers („Topf“) passt. Dieses Wachstumsdefizit entsteht meist durch eine tiefe Zungenruhelage. Fehlt die Zunge als natürlicher Wachstumsmotor für den Oberkiefer, dominiert der Druck der Wangenmuskulatur, wodurch das Oberkieferwachstum gehemmt wird.

Ist der Oberkiefer deutlich zu klein, entsteht ein beidseitiger Kreuzbiss. Beide Varianten sollten frühzeitig durch eine myofunktionelle und kieferorthopädische Therapie behandelt werden. Entscheidend ist hierbei das Erlernen einer korrekten Ruheweichteilbeziehung (Lippenschluss, Nasenatmung und regelrechte Zungenruhelage), um ein späteres Rezidiv – wie im folgenden Patientenbeispiel – zu vermeiden.

Insbesonders asymmetrisches Wachstum sollte frühzeitig korrigiert werden. Daher ist es wichtig, bei einem einseitigen Kreuzbiss möglichst frühzeitig zu handeln.

Auflösung Rätsel

Form und Funktion Rätsel 

Welche myofunktionelle Fehlfunktionen vermuten wir? 
Welches Wachstumsmuster liegt vor?

Auflösung folgt im nächsten Newsletter

Schlussfolgerung 

Für eine physiologische Form und Funktion müssen Topf und Deckel zueinander passen. Kommt es zu einem Missverhältnis, muss nicht nur das Größenverhältnis angepasst, sondern insbesondere die Ursache dieses Ungleichgewichts behandelt werden, um ein langfristig stabiles Ergebnis zu gewährleisten.